Schleppjagd allgemein

Im Netz sowie in der Literatur finden sich zahlreiche Beiträge zu dem Thema Schleppjagd, Parforcejagd und der Historie. An dieser Stelle  soll interessierten Lesern und Besuchern eine kurze Information zur Verfügung gestellt werden.

Bei einer Schleppjagd handelt es sich um eine sportliche Veranstaltung, bei der die Hundemeute einer künstlichen Fährte (Schleppe) folgt.Schleppe Historisch ist die „Schleppjagd“ als eine Vorbereitung und Training zur eigentlichen „Parforcejagd“ (Jagd par force) zu sehen. Ab Mitte des 19. Jahrhundert erfreute sich die Schleppjagd als eigene Veranstaltung zunehmender Beliebtheit. In Deutschland ist die Hetzjagd auf lebendes Wild seit 1934 verboten.

Die Veranstaltung beginnt mit dem „Stelldichein“. Die Reiter finden sich zu der angegebenen Uhrzeit Ort im großen Halbkreis versammelt  ein. Der „Jagdherr“ (der Veranstalter) begrüßt die Equipage, die Bläser, die Reiter, die Ehrengäste und die Hunde. Eine kurzer Hinweis auf besondere Geländegegebenheiten folgt, sowie die Einteilung der Felder.Stelldichein

Geritten wird in zwei bis drei Feldern. Im ersten, springenden Feld finden sich die erfahrenen Reiter, Sprünge können teilweise nicht umritten werden. Das zweite Feld wird oftmals um schwierige Geländesituationen herumgeführt. FelderDer Reiter kann sich, gemäß seiner reiterlichen Fähigkeiten, dem entsprechenden Feld zuordnen. Die Strecke ist in sogenannte Schleppen („Run“) aufgeteilt, die Zahl und Länge variiert je nach Gelände- und Streckengegebenheiten.

Während der Jagd werden regelmäßige Stopps zum Tränken der Hunde eingelegt und  ein längerer Stopp zur Versorgung der Pferde wie auch Reiter.Bügeltrunk

Die Jagd endet mit dem Halali, die Reiter versammeln sich zum Curée und Dank an die Hunde. Zu guter Letzt wird der „Bruch“ an die Reiter verteilt, der Reiter bedankt sich mit Waidmannsdank.  Bruch

Quellen und weiterführende Literatur zum Thema:

  • Günther Dörken, Hubert Stegmann: Handbuch „Jagdreiten“, FNverlag, 1999
  • Wilhelm König: Die Schleppjagd, Olms Presse, 1999
  • Herresdienstvorschrift 12 von 1937, Neuauflage Wuwei Verlag, 2008

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